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Kleiner Jugendtag - großes Erlebnis
Geschrieben von: Markus Joder   
Montag, den 07. November 2011 um 14:21 Uhr

(Mutterstadt, 30. Oktober 2011) Am vergangenen Sonntag erlebten viele Jugendliche aus dem westlichen Bereich der Gebietskirche ihren diesjährigen kleinen Jugendtag. Zum Teil waren sie von der belgischen Nordseeküste angereist. Im Palatinum, einem Gemeindezentrum in Mutterstadt, kamen sie zusammen.  Die örtliche neuapostolische Kirchengemeinde gehört zum Kirchenbezirk Ludwigshafen.

Das Motto „Deine Kirche – mach was draus!“ prägte den Gottesdienst am Vormittag. Den rund 450 jugendlichen Geschwistern legte Apostel Clément Haeck das Wort aus Epheser 5, Vers 8 ins Herz: „Denn ihr wart früher Finsternis; nun aber seid ihr Licht in dem Herrn. Lebt als Kinder des Lichts!“ Besonders im Hinblick auf den bevorstehenden Gottesdienst für Entschlafene gelte es, sich betend mit einem mitfühlenden Herzen für unerlöste Seelen zu verwenden. Nach dem Heiligen Abendmahl ordinierte der Apostel erstmals im Kreis der Jugend zwei junge Priester. Elf junge Brüder wurden als Diakone für ihre Heimatgemeinden gesetzt. Das Nachmittagsprogramm war unterhaltsam und kurzweilig.

Vor dem Gottesdienst wurde ein Film der Jugend Kaiserslautern aufgeführt. Dies regte zum Nachdenken an. Der Kurzfilm zeigte, wie viele Menschen durch „spektakuläre“ Ereignisse in die jenseitige Welt gezogen sind. Er dokumentierte dies anhand verschiedener Geschehnisse und Katastrophen. Sie alle handeln von Todesopfern aus jedem Teil der Gebietskirche. Im Dargebotenen waren Ausschnitte aus Spielbergs Film „Schindlers Liste“ zu sehen. An dessen Ende stellte sich der Industrielle die Frage, ob er nicht doch hätte mehr tun können. Die gemeinsam gesungene, 3-sprachige Einladung: „Komm wie du bist, hier ist Gnade!“ leitete hin zum Gottesdiensterleben. In dem dann völlig stillen Raum war die emotionale Bewegung spürbar. Am Ende stand die offene Frage im Raum: „Hast du alles getan, was willst du noch tun?“.

In seiner Predigt erläuterte Apostel Clément Haeck das Licht. Er sagte, dass es in die Jugend hineingestellt sei und ermunterte sie, das nach außen zu leben. Das hieße zum Einen, im Glauben an den gekreuzigten Sohn Gottes zu stehen. Seine Auferstehung und seine Hoffnung zu bekennen. Zum Anderen bedeute es auch, im Beten in herzlicher Liebe für unerlöste Seelen einzutreten.

Bischof Pascal Strobel zeigte auf, wie jeder helfen könne. Auch wenn das Ganze dadurch nicht eine vollständige Wende erfahre und nicht allen Menschen Hilfe würde. Als Beispiel schilderte er folgende Geschichte: Nach einem Orkan waren tausende von Seesternen an den Strand gespült worden. Ein kleiner Junge trug einen Seestern nach dem anderen wieder ins Meer. Ein Mann beobachtete dieses Treiben und sprach zu dem Kind: "Das ändert nicht das Geringste“. Der Junge trug wieder einen Seestern ins Meer. Anschließend sprach er zu dem Mann: “Für diesen Seestern hat sich etwas geändert!“. Fazit: Es lohne sich für den einzelnen, betroffenen Menschen. Für ihn verbessere sich etwas.  

Bischof Friedbert Kreutz leitete, mit Rückblick auf den Eingangsfilm, zum Heiligen Abendmahl für die Entschlafenen über. Er zeigte einen weiteren Aspekt der Nächstenliebe. Neben den spektakulären Begebenheiten zögen Tausende täglich „völlig unspektakulär“ hinüber in die Welt des Geistes. Allein wenn wir zu Tisch sitzen, stürben bis 30.000 Menschen nur an Hunger – ganz unauffällig. Diese sollten nicht vergessen sein. Eine Vielzahl, derer niemand gedenkt. Nur weil sie die täglichen Nachrichten nicht mehr erwähnen. Es sei unsere Aufgabe - vergleichbar mit Schindler - sie auf die Liste zu schreiben. Sie bedeute Leben für die betroffenen Seelen.

Der Nachmittag stand im Zeichen der Mitarbeit aller in der Kirche. Die Jugendgruppe Ludwigshafen zeigte in ihrer Aufführung die Entwicklung  einer Kirchengemeinde bis in das Jahr 2032. In diesem Spielstück waren verschiedene Bildeinspielungen eingebunden. Aus jedem Kirchenbezirk wurden vielfältige Betätigungsfelder in „meiner Kirche“ als Film gezeigt. Es waren originelle, amüsante aber auch nachdenkliche Werke.

Mit dem gemeinsam gesungenen Schlusslied verabschiedeten sich die Jugendlichen voneinander. Apostel Clément Haeck kündigte an, im nächsten Jahr eventuell schon samstags den kleinen Jugendtag zu beginnen.


Viele schöne Eindrücke sind in der
Bildergalerie zu sehen.

Quelle: http://www.nak-kaiserslautern.de/content/view/417/1/


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